Gelungener Auftakt: Kobras überzeugen in zwei unterschiedlichen Tests
Das erste Vorbereitungswochenende der Dinslakener Kobras ist absolviert – und für Cheftrainer Andreas Schrills gab es in den ersten 120 Testspielminuten bereits zahlreiche Erkenntnisse. Auf einen deutlichen 7:1-Erfolg gegen die Grefrather EG am Freitag folgte am Sonntag ein intensiver Vergleich mit den Jumbo Flyers Heerenveen, den die Kobras trotz einer starken Vorstellung knapp mit 0:1 verloren.
Dabei bekamen Mannschaft und Trainerteam zwei völlig unterschiedliche Aufgaben gestellt: Gegen Grefrath bestimmten die Kobras über weite Strecken selbst das Geschehen, während Heerenveen zwei Tage später mit höherem Tempo und größerer körperlicher Präsenz einen echten Härtetest bot.

Sieben Treffer zum Auftakt
Vor 220 Zuschauern erwischten die Kobras am Freitag einen Start nach Maß. Edmund Junemann, Nils Nemec und Lennard Gatz sorgten bereits im ersten Drittel für eine komfortable 3:0-Führung.
Auch anschließend blieb Dinslaken die spielbestimmende Mannschaft. Dominick Thum traf bei seinem ersten Einsatz im Kobras-Trikot, Nils Nemec und Edmund Junemann waren jeweils ein zweites Mal erfolgreich. Joey Petrozza komplettierte schließlich den deutlichen 7:1-Erfolg (3:0/2:1/2:0).
Trotz des klaren Ergebnisses wollte Andreas Schrills den Sieg nicht überbewerten. Grefrath war nicht mit seinem vollständigen Kader angereist und für den Kobras-Coach stehen in dieser Phase ohnehin andere Dinge im Vordergrund. Verschiedene Reihen sollen ausprobiert, Abläufe getestet und die Trainingsinhalte unter Wettkampfbedingungen umgesetzt werden.
Dabei funktionierte bereits einiges gut. Besonders das Unterzahlspiel hinterließ einen positiven Eindruck. Selbst in doppelter Unterzahl ließen die Kobras kaum etwas zu. Gleichzeitig zeigte das zweite Drittel aber auch, dass die nötige Konstanz über die gesamten 60 Minuten noch erarbeitet werden muss.
Sehr angetan zeigte sich Schrills zudem vom Zusammenhalt innerhalb der neu zusammengestellten Mannschaft. Die Stimmung in der Kabine und die Art, wie die Spieler sich gegenseitig unterstützen, bezeichnete der Coach nach seinem ersten Spiel als besonders positiv.

Starker Gegner, starke Antwort
Am Sonntag wartete vor 133 Zuschauern mit den Jumbo Flyers Heerenveen eine ganz andere Herausforderung. Die Niederländer agierten schneller, körperlicher und wirkten bereits sehr eingespielt.
Dinslaken benötigte einige Minuten, um sich auf das höhere Tempo einzustellen. Diese Phase nutzte Heerenveen: Sander Andringa brachte die Gäste nach 6:23 Minuten in Führung.
Danach fanden die Kobras jedoch immer besser in die Begegnung und gestalteten das Spiel zunehmend ausgeglichen. Zwar verzeichneten die Niederländer insgesamt leichte Vorteile und mit 26:23 auch knapp mehr Torschüsse, doch Dinslaken hielt die Partie bis zur letzten Sekunde offen.
Vor allem defensiv überzeugten die Kobras. Nach dem frühen Gegentreffer blieb die Mannschaft mehr als 53 Minuten ohne weiteres Gegentor und überstand zudem sechs Unterzahlsituationen schadlos. Auch Marko Brlic, der diesmal zwischen den Pfosten stand, zeigte eine überzeugende Leistung.
Lediglich der eigene Treffer wollte nicht fallen. So blieb es am Ende beim knappen 0:1 (0:1/0:0/0:0). Für Schrills war dennoch entscheidend, dass seine Mannschaft nach der Eingewöhnungsphase das deutlich höhere Tempo mitgehen und einem starken Gegner über weite Strecken Paroli bieten konnte.
Zwei Spiele mit wertvollen Erkenntnissen
Damit konnten die Kobras aus beiden Begegnungen unterschiedliche Dinge mitnehmen. Gegen Grefrath zeigte die Mannschaft ihre offensiven Möglichkeiten, gegen Heerenveen waren vor allem defensive Stabilität, Einsatzbereitschaft und Anpassungsfähigkeit gefragt.
In den kommenden Testspielen wird Schrills weiter verschiedene Formationen ausprobieren. Auch die Torhüter erhalten ihre Möglichkeiten: Nach Mathis Kaiser gegen Grefrath und Marko Brlic gegen Heerenveen soll beim nächsten Test Davids Budas zwischen den Pfosten stehen.
Online-Ticketing funktioniert – darf aber noch stärker genutzt werden
Auch abseits des Eises verlief das erste Wochenende erfreulich. Das Online-Ticketing wurde von vielen Zuschauern bereits genutzt und funktionierte beim Einlass problemlos.
Die Kobras hoffen allerdings, dass künftig noch mehr Besucher ihre Eintrittskarten vorab online erwerben. Das Ticket kann am Eingang einfach auf dem Smartphone vorgezeigt werden. Gerade bei größeren Zuschauerzahlen lassen sich dadurch die Abläufe beschleunigen und Wartezeiten an der Abendkasse reduzieren.
Insgesamt verfolgten 353 Zuschauer die beiden ersten Heimspiele der Vorbereitung.
Freitag geht es gegen Bergkamen weiter
Nach den ersten beiden Tests bleiben den Kobras drei Trainingseinheiten, um an den gewonnenen Erkenntnissen weiterzuarbeiten. Bereits am kommenden Freitag um 20:15 Uhr steht das nächste Vorbereitungsspiel in der Schlangengrube auf dem Programm.
Dann sind die ESV Grizzlys Bergkamen zu Gast und die Kobras wollen den nächsten Schritt auf dem Weg zum Saisonstart machen.