Kobras empfangen die Eisadler Dortmund

Nach zwei Siegen am vergangenen Wochenende wartet auf die Dinslakener Kobras am Sonntagabend eine echte Standortbestimmung. Mit den Eisadlern Dortmund gastiert einer der Meisterschaftsanwärter der Regionalliga West in der Schlangengrube. Die Erinnerungen an die intensiven Playoff-Duelle der vergangenen Saison sind noch frisch – und die Kobras wollen erneut zeigen, dass sie auch einem Favoriten gefährlich werden können.

Am Sonntag, 18. Oktober 2026, um 19:00 Uhr steht in der Dinslakener Schlangengrube das nächste Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast sind die Eisadler Dortmund, die bereits in der vergangenen Saison zu den stärksten Mannschaften der Liga gehörten und auch in diesem Jahr wieder hohe sportliche Ambitionen verfolgen.

Für die Mannschaft von Trainer Andreas Schrills wird es nach den jüngsten Erfolgen gegen Wiehl und Moers eine anspruchsvolle Aufgabe. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, vor heimischem Publikum zu zeigen, welches Potenzial tatsächlich in den Kobras steckt.

Dortmund mit verändertem Gesicht und viel Qualität

Die Eisadler haben ihren Kader im Sommer deutlich umgebaut. Mehrere Leistungsträger verließen den Verein, darunter Kevin Trapp, Nolan Gardiner, Konsta Jaakola und Tommi Laakso. Im Gegenzug konnten die Dortmunder zahlreiche interessante Neuzugänge verpflichten.

Mit dem US-Amerikaner Ivan Chukarov verstärkt ein international erfahrener Verteidiger die Defensive. Kristian Kragh wechselte vom Adendorfer EC nach Dortmund, während Maxim Kryvorutskyy zuvor bei den Eagles Essen-West zu den auffälligsten Offensivspielern gehörte.

Auch Lennart Schmitz ist neu im Dortmunder Trikot. Der 23-jährige Angreifer kam vom Oberligisten Herner EV und bringt Erfahrung aus der höheren Spielklasse mit. Hinzu kommt Chris Seto, der zuletzt ebenfalls in der Oberliga aktiv war und bereits beim Saisonauftakt seine Offensivqualitäten unter Beweis stellte.

Die Eisadler präsentieren sich damit zwar personell verändert, verfügen aber weiterhin über einen Kader, der in der Regionalliga ganz oben mitspielen möchte.

Ein 18:0 zum Saisonauftakt – Dortmund setzt ein Ausrufezeichen

Wie viel Offensivpotenzial in der Mannschaft von Trainer Colin Long steckt, zeigte sich bereits beim ersten Meisterschaftsspiel.

Vor 1.297 Zuschauern feierten die Eisadler einen deutlichen 18:0-Heimerfolg gegen den Neusser EV. Besonders auffällig waren dabei Lukas Kronhardt mit sieben Scorerpunkten, Chris Seto mit sechs sowie Tim Brazda und Lennart Schmitz mit jeweils fünf Punkten.

Natürlich lässt sich aus einem einzelnen Ergebnis noch keine abschließende Bewertung der Dortmunder Leistungsstärke ableiten. Dennoch unterstreicht der deutliche Auftaktsieg, dass die Eisadler offensiv über zahlreiche Möglichkeiten verfügen und ihre Chancen konsequent nutzen können.

Schon während der Vorbereitung hatte Dortmund seine Qualität mehrfach angedeutet. Neben Niederlagen gegen höherklassige Gegner gelangen unter anderem Siege gegen Bergisch Gladbach, Bergkamen und die Harzer Falken.

Bevor die Eisadler am Sonntag nach Dinslaken reisen, steht für sie am Freitagabend noch die Begegnung gegen die Lauterbacher Luchse auf dem Programm.

Sechs Punkte im Gepäck – aber eine Leistungssteigerung ist notwendig

Die Dinslakener Kobras gehen mit zwei Siegen und entsprechendem Selbstvertrauen in das kommende Heimspiel.

Nach der 0:4-Auftaktniederlage gegen die Ratinger Ice Aliens gelang am vergangenen Freitag ein 6:1-Heimerfolg gegen die Wiehl Penguins. Zwei Tage später folgte ein 5:1-Auswärtssieg bei den Black Tigers Moers.

Sechs Punkte, elf erzielte Tore und lediglich zwei Gegentreffer sprechen zunächst eine deutliche Sprache.

Allerdings waren die Verantwortlichen trotz der erfolgreichen Ergebnisse mit den gezeigten Leistungen nicht vollständig zufrieden. Gerade in Moers fehlten über weite Strecken die gewünschte spielerische Linie, die konsequente Umsetzung der taktischen Vorgaben und die notwendige Effektivität vor dem gegnerischen Tor.

Erst nach dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich im Schlussdrittel zeigten die Kobras ihre Qualitäten und entschieden die Begegnung innerhalb weniger Minuten.

Gegen Dortmund wird eine solche Leistung über weite Strecken der Partie kaum ausreichen.

Andreas Schrills: Chancen vorhanden – aber nur mit der richtigen Leistung

Trainer Andreas Schrills sieht seine Mannschaft gegen die Eisadler keineswegs chancenlos. Trotz der klaren Favoritenrolle der Gäste ist er überzeugt, dass die Kobras Möglichkeiten haben, Dortmund vor Probleme zu stellen.

Diese Ausgangslage hat Schrills auch seinen Spielern im Training vermittelt.

Gleichzeitig machte der Trainer deutlich, dass die Mannschaft dafür ein anderes Gesicht zeigen müsse als am vergangenen Wochenende. Dortmund sei ein ganz anderes Kaliber als die jüngsten Gegner. Um konkurrenzfähig zu sein, müssten die Kobras insbesondere in Sachen Einsatzbereitschaft, Disziplin, taktischer Ordnung und mannschaftlicher Geschlossenheit an ihre Leistung gegen Ratingen anknüpfen.

Denn auch wenn die Auftaktpartie gegen die Ice Aliens mit 0:4 verloren ging, hatte die Mannschaft dort über längere Phasen gezeigt, dass sie gegen einen spielstarken Gegner geschlossen und konzentriert auftreten kann.

Die Botschaft des Trainers ist damit klar: Die Kobras müssen sich vor Dortmund nicht verstecken. Sie müssen aber über 60 Minuten alles abrufen, um eine realistische Chance zu haben.

Marko Brlic kehrt nach starken Oberliga-Auftritten zurück

Eine interessante Geschichte liefert vor dem Heimspiel auch die Torhüterposition der Kobras.

Marko Brlic, der am vergangenen Wochenende nicht für Dinslaken zur Verfügung stand, half kurzfristig bei seinem ehemaligen Verein, den Füchsen Duisburg, in der Oberliga aus.

Und dort hinterließ der erst 20-jährige Schlussmann einen hervorragenden Eindruck.

Beim Heimsieg gegen die Black Dragons Erfurt am Freitag rückte Brlic aufgrund personeller Engpässe bei den Füchsen zwischen die Pfosten und wurde nach einer starken Leistung zum „Man of the Match“ gewählt.

Auch am Sonntag durfte er beim Auswärtsspiel gegen die Hannover Indians erneut von Beginn an ran. Wieder überzeugte Brlic mit wichtigen Paraden und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Duisburger auch diese Begegnung gewinnen konnten.

Füchse-Trainer Frank Petrozza fand anschließend deutliche Worte und bezeichnete die Leistung des jungen Torhüters als überragend.

Am kommenden Sonntag steht Brlic nun wieder den Dinslakener Kobras zur Verfügung.

Eine zusätzliche Besonderheit: In der Saison 2024/2025 trug er selbst das Trikot der Eisadler Dortmund. Mit einem Gegentorschnitt von lediglich 1,41 in der damaligen Hauptrunde hatte er dort bereits seine Qualitäten unter Beweis gestellt.

Für Brlic wird das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein somit sicherlich eine besondere Begegnung.

Chakleine wieder dabei – Heinrich nicht mehr im Kader

Auch in der Defensive gibt es eine positive Nachricht. Maxim Chakleine steht nach überstandener Erkrankung wieder zur Verfügung und erweitert damit die Möglichkeiten des Trainerteams.

Nicht mehr zum Kader gehört dagegen Toni Heinrich. Der Verteidiger hat die Kobras nach zweieinhalb gemeinsamen Jahren aus persönlichen Gründen auf eigenen Wunsch verlassen.

Ein Eishockeyabend, für den sich der Weg in die Schlangengrube lohnt

Die Voraussetzungen für einen spannenden Sonntagabend sind damit gegeben.

Auf der einen Seite die Eisadler Dortmund, die mit hohen Ambitionen und reichlich Offensivqualität nach Dinslaken reisen. Auf der anderen Seite die Kobras, die nach zwei Siegen in Folge mit breiter Brust antreten, sich ihrer Außenseiterrolle aber durchaus bewusst sind.

Gerade in solchen Begegnungen kann die Unterstützung von den Rängen ein wichtiger Faktor sein. Die Mannschaft braucht eine lautstarke Schlangengrube, die sie vom ersten Bully an nach vorne treibt.

Spielinformationen

Dinslakener Kobras – Eisadler Dortmund

Sonntag, 18. Oktober 2026
Bully: 19:00 Uhr
Eissporthalle Dinslaken – Schlangengrube
Regionalliga West – Hauptrunde

Online-Tickets: https://events.vereinsticket.de/din-kobras

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