Die Dinslakener Kobras haben zum Abschluss der Hauptrunde in der Regionalliga West noch einmal ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Im traditionsreichen Derby gegen die Black Tigers Moers setzte sich das Team vor heimischer Kulisse verdient mit 5:2 (3:0, 0:0, 2:2) durch und behauptete damit souverän den sechsten Tabellenplatz vor Beginn der Playoffs.
Blitzstart legt den Grundstein
Von Beginn an machten die Kobras klar, dass sie das letzte Hauptrundenspiel unbedingt erfolgreich gestalten wollten. Mit viel Tempo und aggressivem Forechecking übernahmen sie früh die Kontrolle und wurden dafür schnell belohnt. Bereits in der sechsten Spielminute zog Lennart Gatz entschlossen ab und brachte die Giftschlangen mit seinem Treffer in Führung.
Auch in der Folge blieben die Hausherren tonangebend. In der 14. Minute baute Matthew Giannini den Vorsprung weiter aus, nachdem ihn Michal Cychowski und erneut Gatz mustergültig freigespielt hatten. Moers fand in dieser Phase kaum Zugriff auf das Spiel, während Dinslaken weiter Druck machte. Noch vor der ersten Pause sorgte Kapitän Maximilian Bleyer nach Zuspiel von Peter Kovacs und Jakob Schuster für den 3:0-Zwischenstand (18.).
Tempoverlust im Mittelabschnitt
Im zweiten Drittel verflachte die Partie spürbar. Die Kobras agierten nicht mehr ganz so konsequent im Offensivspiel und taten sich schwerer, gegen die kompakte Defensive der Gäste klare Abschlüsse zu kreieren. Gleichzeitig ließen sich in der eigenen Zone kleinere Unsauberkeiten nicht vermeiden, wodurch Moers zu mehreren gefährlichen Aktionen kam. Trotz eines ausgeglichenen Torschussverhältnisses von 11:10 in diesem Abschnitt blieb es jedoch torlos.
Moers meldet sich zurück – Kobras antworten eiskalt
Nach dem erneuten Seitenwechsel erhöhten die Gäste aus Moers den Druck und belohnten sich in der 42. Minute mit dem Anschlusstreffer durch Jan Theuerkauf zum 1:3. Kurzzeitig keimte bei den Black Tigers noch einmal Hoffnung auf, doch die Kobras behielten die Ruhe und ließen sich nicht aus dem Konzept bringen.
In der 52. Minute stellte Michal Cychowski nach Vorarbeit von Giannini und Nicolas Herringer den alten Abstand wieder her. Nur wenig später sorgte ausgerechnet der frühere Kobra-Spieler Sebastian Bürgers mit seinem Treffer für das 2:4 aus Sicht der Gäste. Den Schlusspunkt setzte schließlich Herringer, der sechs Sekunden vor dem Ende in Überzahl nach Zuspiel von Giannini und Cychowski zum 5:2-Endstand traf.
Piotrowski: „Im ersten Drittel vieles richtig gemacht“
Trainer Max Piotrowski zeigte sich nach der Partie insgesamt zufrieden, fand aber auch kritische Worte:
„Moers hatte noch die Chance, mit einem Sieg Resthoffnungen zu wahren. Dazu kommt, dass mit Sebastian Bürgers und Kevin Porsch zwei ehemalige Kobras im gegnerischen Team standen – das macht so ein Derby besonders. Wir sind stark gestartet und haben im ersten Drittel sehr vieles richtig gemacht. Danach haben wir etwas den Faden verloren und defensiv nicht mehr sauber genug gearbeitet, was Moers mit dem Anschlusstreffer bestraft hat. Insgesamt ist es aber ein verdienter Sieg. Wichtig war vor allem, dass sich niemand mehr verletzt hat.“
Mit Blick auf die bevorstehenden Playoffs richtet der Cheftrainer den Fokus nun nach vorne:
„Der sechste Platz war für uns fix. Jetzt wollen wir die kommende Woche nutzen, um möglichst vollständig zu trainieren und uns optimal auf die Playoffs vorzubereiten.“
Playoff-Gegner noch offen
Welcher Gegner die Kobras in der ersten Playoff-Runde erwartet, ist noch nicht endgültig geklärt. Vieles hängt vom Ausgang der Partie der Eisadler Dortmund gegen Bergkamen ab. Sollte Dortmund gewinnen, würde es zunächst auswärts bei den Eisadlern losgehen. Aufgrund eines parallel stattfindenden Bundesliga-Heimspiels von Borussia Dortmund müsste diese Partie voraussichtlich auf Samstag verlegt werden, ehe am Sonntag das erste Heimspiel in der Schlangengrube ansteht.
Eine Alternative wäre ein Duell mit Diez-Limburg, was logistisch jedoch deutlich anspruchsvoller wäre.
„Freitag auswärts in Diez-Limburg ist mit der langen Anreise nicht optimal. Da müsste der ein oder andere fast Urlaub nehmen“, so Piotrowski. Sollte er die Wahl haben, würde der Kobras-Coach daher ein Duell mit Dortmund bevorzugen.
Mit dem überzeugenden Derbysieg im Rücken gehen die Kobras nun mit Selbstvertrauen in die entscheidende Phase der Saison – bereit für die Playoffs. 🐍🏒💚
Statistik
Tore Kobras: Gatz, Giannini, Bleyer, Cychowski, Herringer
Tore Moers: Teuerkauf, Bürgers
Strafminuten: Kobras 2 – Moers 4
Zuschauer: 278