Max Piotrowski verlässt die Kobras

Die Dinslakener Kobras werden auch in der Saison 2026/2027 in der Regionalliga West antreten. Nachdem in den vergangenen Monaten rund um die Eishallen-Situation teilweise noch Unsicherheit herrschte, ist der Spielbetrieb in der Eissporthalle Dinslaken wohl auch in den kommenden Jahren gesichert. Damit können die Kobras die Planungen für die neue Saison weiter vorantreiben.

Eine wichtige personelle Veränderung wird es jedoch an der Bande geben: Trainer Max Piotrowski wird in der kommenden Spielzeit nicht mehr als Cheftrainer der Regionalliga-Mannschaft zur Verfügung stehen.

Die Verantwortlichen der Kobras bedauern diesen Schritt ausdrücklich. In den vergangenen beiden Jahren hatte Piotrowski nach dem Neustart der Mannschaft maßgeblich am sportlichen Neuaufbau gearbeitet. Gemeinsam mit dem Verein wurde ein Weg eingeschlagen, verstärkt auf junge und entwicklungsfähige Spieler zu setzen und Schritt für Schritt eine Mannschaft aufzubauen, die sich langfristig in der Regionalliga etablieren und kontinuierlich weiterentwickeln soll.

Dieser Prozess wurde unter seiner Leitung sichtbar vorangebracht. Neben der sportlichen Entwicklung prägte Piotrowski die Mannschaft auch durch seine menschliche Art und seine enge Bindung zum Team. Entsprechend groß ist die Wertschätzung innerhalb des Vereins.

Die Gründe für seinen Rückzug liegen vor allem im veränderten beruflichen und privaten Umfeld. Die weiten Fahrten von Solingen nach Dinslaken zu Trainingseinheiten und Spielen lassen sich künftig nur noch schwer mit Beruf und Familie vereinbaren. In Gesprächen mit dem Vorstand machte Piotrowski deutlich, dass er der Aufgabe unter diesen Umständen nicht mehr in der Form gerecht werden könne, wie er es selbst von sich erwartet.

Die Verantwortlichen waren über diese Entwicklung bereits seit einigen Tagen informiert. Innerhalb der Mannschaft dürfte der ein oder andere Spieler die Entscheidung möglicherweise bereits geahnt haben, für viele kam die Mitteilung im Rahmen der Teamsitzung am vergangenen Montagabend jedoch dennoch überraschend. Entsprechend groß war die Betroffenheit innerhalb des Teams, da Max Piotrowski in den vergangenen beiden Jahren nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine wichtige Rolle innerhalb der Mannschaft eingenommen hatte. Der besonders emotionale Charakter der Verabschiedung zeigte noch einmal deutlich, wie eng das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft in den vergangenen Jahren geworden ist.

Die Kobras hätten den eingeschlagenen Weg gerne gemeinsam mit Piotrowski fortgesetzt. Gleichzeitig respektiert der Verein seine Entscheidung und bedankt sich ausdrücklich für seine Arbeit, seinen Einsatz und seine Identifikation mit den Dinslakener Kobras.

Die Verantwortlichen legen bei der Suche nach einem Nachfolger nicht nur Wert auf sportliche Qualität, sondern auch auf die menschliche Komponente sowie auf eine Philosophie, die zum eingeschlagenen Weg des Vereins passt. Jedoch gestaltet sich die Trainersuche im Amateurbereich nicht einfach. Die Tätigkeit bei den Kobras ist nebenberuflich und die finanziellen Möglichkeiten des Vereins sind begrenzt. Ein hauptamtlicher Trainer ist für die Kobras derzeit nicht realisierbar. 

Bis zur Verpflichtung eines neuen Cheftrainers übernimmt der bisherige Co-Trainer Sebastian Schemann zunächst die Aufgaben rund um die Regionalliga-Mannschaft.

Positive Rückmeldung erhielten die Verantwortlichen der Kobras bereits von der Mannschaft, denn viele Spieler signalisierten bereits ihre Bereitschaft, den eingeschlagenen Weg auch in der kommenden Saison weiterzugehen und weiterhin das Trikot der Kobras tragen zu wollen. In den kommenden Tagen und Wochen stehen nun weitere finale Gespräche mit den Spielern an. 

Die Dinslakener Kobras planen also fest mit einer Teilnahme an der Regionalliga West 2026/2027. Die endgültige Zusammensetzung der Liga wird jedoch erst im Rahmen der Arbeitstagung des EHV NRW bekanntgegeben, die voraussichtlich Mitte bis Ende Juni stattfinden wird. Bis dahin soll auch die Trainersituation bei den Kobras geklärt sein.