Playoff-Start gegen Dortmund: Kobras bereit für die Herausforderung

Für die Dinslakener Kobras beginnt am Wochenende die wichtigste Zeit des Jahres. Im Viertelfinale der Regionalliga West treffen wir in einer Best-of-Five-Serie auf die Eisadler Dortmund – einen der heißesten Anwärter auf den Titel.

Den Auftakt machen wir am Samstag um 19:00 Uhr im Eissportzentrum Westfalen, ehe es am Sonntag (19:00 Uhr) in der heimischen Schlangengrube mit Spiel zwei weitergeht. Zwei Partien innerhalb von 24 Stunden – intensiver kann eine Serie kaum beginnen.

Respekt vor Qualität – aber keine Angst

Dass Dortmund mit enormer individueller Klasse besetzt ist, steht außer Frage. Der Kader wurde im Saisonverlauf noch einmal gezielt verstärkt:
Von den Ratinger Ice Aliens kamen mit Verteidiger Maik Klingsporn und Stürmer Tim Brazda zwei äußerst erfahrene Akteure hinzu. Unter der Woche folgten weitere Verpflichtungen – aus Amberg (Bayernliga) wechselte der Kanadier Nolan Gardiner, zudem stieß aus Soest der US-Amerikaner Scott Moyer zum Team. Besonders auf den Schlüsselpositionen verfügen die Eisadler damit über zusätzliche Tiefe und internationale Erfahrung.

Cheftrainer Max Piotrowski ordnet die Aufgabe realistisch ein, sieht aber gleichzeitig klare Ansatzpunkte:
„Dortmund bringt viel Qualität mit, das wissen wir. Aber wir haben in der Hauptrunde gezeigt, dass wir dagegenhalten können. Entscheidend wird sein, dass wir diszipliniert bleiben, defensiv kompakt stehen und unsere Chancen konsequent nutzen.“

Gerade die bisherigen Duelle liefern Anhaltspunkte: In einem der Aufeinandertreffen zwangen wir die Eisadler in die Verlängerung und präsentierten uns vor allem in der eigenen Zone äußerst stabil. Diese Leistung soll nun als Maßstab dienen.

Details entscheiden die Serie

In den Playoffs zählen keine Tabellenplätze mehr – nur noch jeder Wechsel, jede Aktion, jede Entscheidung. Kleine Fehler können sofort bestraft werden, während Effizienz vor dem Tor noch stärker ins Gewicht fällt als in der Hauptrunde.

Für uns bedeutet das: konsequente Arbeit gegen die Scheibe, körperliche Präsenz und kühle Köpfe in engen Situationen. Genau diese Tugenden haben wir uns im Laufe der Saison erarbeitet.

Personelle Situation

Verzichten müssen wir weiterhin auf Edmund Junemann. Auch Lias Töbel steht nach seiner schweren Verletzung nicht mehr zur Verfügung. Ansonsten kann der Trainerstab auf einen weitgehend vollständigen Kader bauen. Die Mannschaft ist fokussiert und bereit für den Start in die Serie.

Außenseiterrolle als Motivation

Die Favoritenrolle liegt klar bei Dortmund – doch genau darin liegt auch unsere Chance. Wir können befreit auftreten und haben in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass wir gegen Topteams mithalten können.

Jetzt beginnt eine neue Phase, in der nur Leidenschaft, Zusammenhalt und Wille zählen. Wir wissen, dass wir Qualität auf dem Eis haben – und mit der Unterstützung unserer Fans im Rücken wollen wir alles investieren, um die Serie offen zu gestalten.

Die Playoffs sind gestartet.
Und wir sind bereit. 🐍🏒