Die Serie gegen die Eisadler Dortmund ist beendet – doch was bleibt, ist weit mehr als nur das nackte Ergebnis. In vier intensiven, körperbetonten und emotionalen Playoff-Partien haben wir als Team Charakter gezeigt, Rückschläge verarbeitet und uns gegen einen Topfavoriten der Liga gestemmt.
Am Ende steht ein 1:3 in der Best-of-Five-Serie – aber die Geschichte dieser Spiele ist deutlich facettenreicher.
Spiel 3: Geschlossen, diszipliniert, eiskalt
Nach der bitteren Heimniederlage zuvor standen wir in Dortmund mit dem Rücken zur Wand. Verlieren verboten – und genau mit dieser Mentalität sind wir aufgetreten.
Von der ersten Minute an war zu spüren: Diese Mannschaft glaubt an sich. Wir arbeiteten kompromisslos in der Defensive, blockten Schüsse, gewannen Zweikämpfe und hielten die gefährliche Offensive der Eisadler konsequent vom eigenen Tor fern. Besonders in Unterzahl zeigten wir enorme Disziplin und überstanden alle vier Penalty-Killing-Situationen ohne Gegentor.
Mathis Kaiser wuchs in diesem Spiel über sich hinaus. Mit zahlreichen starken Paraden sicherte er uns Stabilität und Selbstvertrauen – am Ende stand verdientermaßen der Shutout.
Im Schlussdrittel schlugen wir dann eiskalt zu. Zwei konsequent zu Ende gespielte Angriffe brachten uns den verdienten Lohn. Mit dem 2:0-Auswärtssieg meldeten wir uns eindrucksvoll in der Serie zurück und erzwangen Spiel 4 in der Schlangengrube.
📊 Statistik Spiel 3
Ergebnis: 0:2 (0:0 / 0:0 / 0:2)
Tore Kobras: Giannini (2)
Strafminuten: Kobras 10 – Dortmund 2
Zuschauer: 2213
Spiel 4: 40 Minuten absolut auf Augenhöhe
Vor heimischer Kulisse wollten wir die Serie endgültig drehen – und wir haben über weite Strecken gezeigt, dass wir dazu in der Lage gewesen wären.
Nach einem frühen Rückstand ließen wir uns nicht beeindrucken. Im zweiten Drittel übernahmen wir zunehmend die Kontrolle, gewannen mehr Zweikämpfe und setzten Dortmund unter Druck. Mit 17:8 Torschüssen in diesem Abschnitt gehörte das Momentum klar uns. Der verdiente Ausgleich war Ausdruck dieser Phase – und die Führung lag mehrfach in der Luft.
Doch Playoffs entscheiden sich in Details. Zwei schnelle, abgefälschte Distanzschüsse im Schlussdrittel brachten uns ins Hintertreffen. Dieser Doppelschlag war letztlich der Knackpunkt. Trotz großer Moral, Kampf und Leidenschaft fehlte am Ende die Kraft, das Spiel noch einmal zu drehen. Das Resultat fiel deutlicher aus, als es der Spielverlauf über 40 Minuten vermuten ließ.
📊 Statistik Spiel 4
Ergebnis: 1:5 (0:1 / 1:0 / 0:4)
Tor Kobras: Hanna
Strafminuten: Kobras 8 – Dortmund 8
Zuschauer: 469
Was bleibt
Wir haben als Sechster der Hauptrunde den Drittplatzierten mehrfach gefordert.
Wir haben auswärts gewonnen.
Wir haben Charakter gezeigt.
Diese Serie hat gezeigt, wie sehr wir uns im Laufe der Saison entwickelt haben. Gegen einen finanziell und individuell stark besetzten Gegner haben wir mit Teamgeist, Struktur und Leidenschaft dagegengehalten.
Gerade für unsere junge Mannschaft sind solche Spiele unbezahlbare Erfahrungen. Rückschläge wurden verarbeitet, Antworten auf dem Eis gegeben – und genau das zeichnet ein gereiftes Team aus.
Danke, Kobras-Fans 🖤🧡🐍
Ob in Dortmund vor über 2000 Zuschauern oder in der Schlangengrube – eure Unterstützung war spürbar. Ihr habt uns getragen, gepusht und auch nach dem letzten Spiel gezeigt, was Zusammenhalt bedeutet.
Diese Saison endet nicht mit Enttäuschung, sondern mit Stolz – und mit dem klaren Gefühl:
Wir sind auf dem richtigen Weg.