Sechs Punkte an einem Wochenende – Kobras feiern zwei Siege, haben aber noch Luft nach oben

Dinslakener Kobras gewinnen gegen die Wiehl Penguins mit 6:1 und entscheiden auch das Derby bei den Black Tigers Moers mit 5:1 für sich. Trotz der beiden deutlichen Erfolge sieht Trainer Andreas Schrills weiterhin Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft.

Nach der 0:4-Auftaktniederlage gegen die Ratinger Ice Aliens haben die Dinslakener Kobras am vergangenen Wochenende die richtige Antwort gegeben. Mit einem 6:1-Heimerfolg gegen die TuS Wiehl Penguins am Freitagabend und einem 5:1-Auswärtssieg im Derby bei den Black Tigers Moers am Sonntag sicherte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Schrills die ersten sechs Punkte der noch jungen Regionalliga-Saison.

Doch so deutlich die beiden Ergebnisse auch ausfielen, spielerisch lief längst nicht alles nach den Vorstellungen des Trainerteams. Insbesondere im Derby gegen Moers taten sich die Kobras über weite Strecken schwer und konnten erst im Schlussabschnitt für klare Verhältnisse sorgen.

Freitag: Kobras feiern ersten Saisonsieg gegen Wiehl

Vor 149 Zuschauern in der heimischen Schlangengrube wollten die Kobras nach der Auftaktniederlage gegen Ratingen unbedingt die ersten Punkte einfahren.

Allerdings fanden die Gastgeber zunächst nur schwer in die Partie. Zwar erspielten sich die Dinslakener früh ein Chancenplus, doch fehlte es zunächst an der gewünschten Konsequenz und spielerischen Umsetzung.

In der siebten Spielminute war es schließlich Tom Orth, der die erste Überzahlsituation des Abends nutzte und nach Vorarbeit von Joey Petrozza und Henry Karg die 1:0-Führung erzielte. Mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in die erste Drittelpause.

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Kobras deutlich besser aus der Kabine. Gerade einmal eine Minute war gespielt, als Kapitän Nils Nemec in Überzahl auf 2:0 erhöhte. Doch die Gäste aus Wiehl gaben sich nicht geschlagen und verkürzten in der 25. Minute durch Dominik Cerovsky auf 2:1.

Die Antwort der Kobras folgte prompt. Nur 34 Sekunden später stellte Michal Cychowski nach Zuspiel von Dorian Kielbasa den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.

In der Folge entwickelte sich eine intensivere Begegnung mit mehreren Strafzeiten auf beiden Seiten. Besonders gefordert war die Dinslakener Defensive, als die Kobras zwischenzeitlich sogar eine doppelte Unterzahl überstehen mussten. Doch die Mannschaft verteidigte konsequent und ließ keinen weiteren Gegentreffer zu.

Kurz vor der zweiten Pause erhöhte Alp Karota nach Vorarbeit von Lennard Gatz und Peter Kovacs auf 4:1.

Auch im Schlussdrittel versuchten die Penguins noch einmal, Druck aufzubauen. Die Kobras hielten jedoch dagegen und zeigten sich vor dem gegnerischen Tor weiterhin effektiv.

Edmund Junemann sorgte in der 47. Minute für das 5:1, ehe er in der 53. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends in Unterzahl den 6:1-Endstand herstellte.

Besonders erfreulich war erneut das Unterzahlspiel der Kobras. Wie bereits gegen Ratingen überstand die Mannschaft sämtliche Unterzahlsituationen ohne Gegentreffer.

Trotz des deutlichen Erfolges war Trainer Andreas Schrills mit der spielerischen Leistung nicht vollständig zufrieden. Zwar stimmten Einsatz, Defensivarbeit und Ergebnis, doch gerade im Spielaufbau und bei der Umsetzung der taktischen Vorgaben sah der Coach noch Verbesserungsbedarf.

Spielstatistik – Freitag, 09.10.2026

Dinslakener Kobras – TuS Wiehl Penguins 6:1

Drittelergebnisse: 1:0 | 3:1 | 2:0

Torschützen Kobras: Tom Orth, Nils Nemec, Michal Cychowski, Alp Karota, Edmund Junemann (2)

Zuschauer: 149

Strafminuten:

  • Dinslakener Kobras: 12 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Joey Petrozza
  • TuS Wiehl Penguins: 10 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Jonas Eichler

 

Sonntag: Arbeitssieg im Derby gegen die Black Tigers Moers

Nur zwei Tage später stand für die Kobras das erste Auswärtsderby der Saison auf dem Programm. Vor 174 Zuschauern in der ENNI-Eiswelt Moers trafen die Dinslakener auf die Black Tigers, die nach ihrer deutlichen Auftaktniederlage in Diez-Limburg auf Wiedergutmachung aus waren.

Wer allerdings nach dem klaren Erfolg gegen Wiehl mit einem ähnlich deutlichen Spielverlauf gerechnet hatte, wurde zunächst eines Besseren belehrt.

Die Kobras übernahmen zwar phasenweise die Spielkontrolle, konnten ihre spielerischen Möglichkeiten jedoch nur selten konsequent ausnutzen. Zu viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau und zahlreiche ausgelassene Torchancen verhinderten, dass sich die Gäste frühzeitig absetzen konnten.

In der 14. Spielminute brachte Michal Cychowski die Kobras mit einem Treffer aus spitzem Winkel mit 1:0 in Führung.

Doch die Black Tigers hielten dagegen und erspielten sich ebenfalls mehrere gute Möglichkeiten. Dass die knappe Führung bis zur ersten Drittelpause Bestand hatte, war nicht zuletzt Torhüter Davids Budas zu verdanken, der mit wichtigen Paraden seine Mannschaft im Spiel hielt.

Auch im zweiten Drittel änderte sich am Spielverlauf nur wenig. Beide Mannschaften kamen zu Torchancen, ließen diese jedoch ungenutzt. Während die Kobras es versäumten, ihre Führung auszubauen, scheiterten die Gastgeber immer wieder an der eigenen Chancenverwertung oder am gut aufgelegten Budas.

So ging es mit einer knappen 1:0-Führung für die Dinslakener in den Schlussabschnitt.

Unglücklicher Ausgleich – Kobras zeigen die richtige Reaktion

Zu Beginn des letzten Drittels passierte schließlich das, was sich aufgrund des engen Spielverlaufs bereits angedeutet hatte.

In der 43. Spielminute gelang den Gastgebern durch Ryan Franz der 1:1-Ausgleich. Vorausgegangen war eine unglückliche Situation vor dem Dinslakener Tor, bei der der Puck offenbar durch einen eigenen Schlittschuh entscheidend abgefälscht wurde.

Plötzlich war die Partie wieder völlig offen.

Doch die Kobras zeigten anschließend die richtige Reaktion. Statt sich vom Ausgleich verunsichern zu lassen, erhöhte die Mannschaft den Druck und nutzte nun endlich ihre Torchancen konsequenter.

Joey Petrozza brachte die Dinslakener in der 49. Minute erneut in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Jakob Schuster auf 3:1, ehe Kapitän Nils Nemec in der 52. Minute mit dem 4:1 für die Vorentscheidung sorgte.

Innerhalb weniger Minuten hatten die Kobras damit aus einer bis dahin hart umkämpften Begegnung klare Verhältnisse geschaffen.

Die Gastgeber versuchten anschließend noch einmal alles und nahmen ihren Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis.

Dieses Risiko nutzte Dorian Kielbasa in der 56. Spielminute und traf mit einem Empty-Net-Goal zum 5:1-Endstand.

Spielstatistik – Sonntag, 11.10.2026

Black Tigers Moers – Dinslakener Kobras 1:5

Drittelergebnisse: 0:1 | 0:0 | 1:4

Torschützen Kobras: Michal Cychowski, Joey Petrozza, Jakob Schuster, Nils Nemec, Dorian Kielbasa (Empty-Net-Goal)

Zuschauer: 174

Strafminuten:

  • Black Tigers Moers: 4 Minuten
  • Dinslakener Kobras: 2 Minuten

Trotz sechs Punkten: Trainer sieht weiterhin deutlichen Verbesserungsbedarf

Auch wenn die Kobras das Derby letztlich deutlich für sich entscheiden konnten, fiel die interne Bewertung der Partie durchaus kritisch aus.

Über weite Strecken gelang es der Mannschaft nicht, die vor dem Spiel besprochenen taktischen Vorgaben konsequent umzusetzen. Insbesondere in den ersten beiden Dritteln fehlten die gewünschte spielerische Linie, die notwendige Konsequenz im Abschluss und die Kontrolle über das Spielgeschehen.

Hinzu kamen zahlreiche ungenutzte Torchancen, durch die es die Kobras versäumten, frühzeitig für eine Entscheidung zu sorgen.

Dass die Begegnung lange offen blieb und die Dinslakener nicht zwischenzeitlich sogar in Rückstand gerieten, war auch der starken Leistung von Torhüter Davids Budas zu verdanken. Mit mehreren wichtigen Paraden hielt er seine Mannschaft in entscheidenden Situationen im Spiel.

Positiv hervorzuheben bleibt dagegen die Reaktion der Mannschaft nach dem unglücklichen Ausgleich. Gerade in dieser Phase bewiesen die Kobras Moral, steigerten ihre Effektivität und entschieden die Partie innerhalb weniger Minuten zu ihren Gunsten.

Dennoch entspricht die über weite Strecken gezeigte Leistung noch nicht dem Eishockey, das sich das Trainerteam für die laufende Saison vorstellt.

Sechs Punkte als wichtige Grundlage für die kommenden Aufgaben

Mit zwei Siegen, elf erzielten Toren und lediglich zwei Gegentreffern können die Dinslakener Kobras auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken.

Nach der Auftaktniederlage gegen Ratingen hat die Mannschaft damit die erhoffte Reaktion gezeigt und sich mit sechs Punkten eine gute Ausgangslage für die kommenden Aufgaben geschaffen.

Gleichzeitig haben beide Begegnungen deutlich gemacht, dass noch einiges an Arbeit vor der Mannschaft liegt. Die vorhandenen spielerischen Möglichkeiten müssen über die gesamte Spielzeit konsequenter ausgeschöpft werden. Insbesondere die Chancenverwertung und die Umsetzung der taktischen Vorgaben werden in den kommenden Trainingseinheiten eine wichtige Rolle spielen.

Am Ende zählt jedoch auch die Erkenntnis, dass die Kobras selbst an Tagen, an denen spielerisch noch nicht alles rundläuft, in der Lage sind, Spiele für sich zu entscheiden.

Auf diesen beiden Erfolgen gilt es nun aufzubauen, um in den kommenden Begegnungen nicht nur mit den Ergebnissen, sondern auch mit der spielerischen Leistung vollständig zu überzeugen.

Eine Stadt. Ein Team. Eine Familie. 🧡🖤🐍