Starke Aufholjagd bleibt unbelohnt – Kobras verlieren gegen Bergisch Gladbach mit 5:7

Die Dinslakener Kobras haben am Sonntagabend in der Regionalliga West eine bittere Heimniederlage hinnehmen müssen. Gegen die ESV Bergisch Gladbach RealStars unterlag das Team von Trainer Andreas Schrills vor 227 Zuschauern in der heimischen Schlangengrube mit 5:7 (1:1 / 1:4 / 3:2). Nach einem überzeugenden Beginn und einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung gerieten die Kobras im zweiten Drittel deutlich ins Hintertreffen. Eine starke kämpferische Leistung im Schlussabschnitt brachte die Hausherren noch einmal bis auf ein Tor heran, doch für einen Punktgewinn reichte es letztlich nicht.

Kobras erwischen den besseren Start

Nach dem deutlichen 7:0-Heimerfolg gegen Grefrath wartete mit den RealStars aus Bergisch Gladbach eine wesentlich anspruchsvollere Aufgabe auf die Dinslakener. Davon ließen sich die Kobras zunächst jedoch wenig beeindrucken.

Mit viel Einsatz, konsequentem Forechecking und einer gut organisierten Defensive gelang es den Gastgebern, den Spielrhythmus der Gäste immer wieder zu unterbrechen. Die Kobras suchten früh den Weg nach vorne und belohnten sich in der zehnten Spielminute: Vladimir Vaskovskiy bereitete den Treffer von Nick Kardas vor, der seine Mannschaft mit 1:0 in Führung brachte.

Die RealStars benötigten einige Zeit, um besser in die Begegnung zu finden. Kurz vor der ersten Drittelpause sorgte Meik Kindler in der 19. Minute schließlich für den 1:1-Ausgleich.

Vier Gegentore innerhalb weniger Minuten

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Kobras sofort hellwach. Gerade einmal 49 Sekunden nach Wiederbeginn nutzte Edmund Junemann ein Zuspiel von Lars Nemec zur erneuten Dinslakener Führung.

In der Folge entwickelte sich eine intensive Partie, in der Bergisch Gladbach zunehmend die Initiative übernahm. Die Kobras überstanden zunächst eine Unterzahlsituation und hatten durch Vladimir Vaskovskiy sogar die Gelegenheit, ihren Vorsprung weiter auszubauen.

Dann folgten allerdings Minuten, die den gesamten Spielverlauf auf den Kopf stellten.

Meik Kindler erzielte in der 33. Minute zunächst das 2:2. Die Gäste nutzten den gewonnenen Schwung, erhöhten den Druck und stellten die Dinslakener Defensive vor erhebliche Probleme. Alexander Schmidt drehte die Begegnung in der 35. Minute, ehe Lasse Bach und Jan Wellen in der 37. Minute mit zwei weiteren Treffern nachlegten.

Aus einer 2:1-Führung war innerhalb kürzester Zeit ein 2:5-Rückstand geworden.

Zusätzlich erschwert wurde die Situation durch eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Jona Dannöhl nach einem Bandencheck kurz vor der zweiten Pause.

Kobras beweisen im Schlussdrittel große Moral

Als Meik Kindler in der 46. Minute seinen dritten Treffer des Abends zum 2:6 erzielte, deutete vieles auf eine klare Angelegenheit zugunsten der Gäste hin.

Doch die Kobras hatten sich noch längst nicht aufgegeben.

Mit zunehmender Spielzeit fanden die Dinslakener wieder zu ihrem Offensivspiel zurück. Vladimir Vaskovskiy verkürzte in der 50. Minute nach Zuspielen von Michal Cychowski und Nick Kardas auf 3:6.

Die Mannschaft spürte, dass noch etwas möglich war, und investierte nun alles, um den Rückstand weiter zu verkleinern.

In der 54. Minute traf Dominick Thum nach Vorarbeit von Lars Nemec zum 4:6. Nur wenig später ließ Lennard Gatz die Schlangengrube erneut jubeln. Nach Zuspielen von Jakob Schuster und Dorian Hanna brachte er die Kobras in der 55. Minute tatsächlich wieder auf 5:6 heran.

Innerhalb weniger Minuten hatten sich die Gastgeber mit drei Treffern zurück in die Begegnung gekämpft. Die Hoffnung auf einen möglichen Ausgleich war plötzlich wieder greifbar.

Die Kobras versuchten in der verbleibenden Spielzeit noch einmal alles, mussten jedoch in der 59. Minute den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen. Marvin Ratmann sorgte mit dem 5:7 für die endgültige Entscheidung.

Gute Ansätze, aber fehlende Konstanz

Trotz der Niederlage gab es auf Dinslakener Seite durchaus positive Erkenntnisse. Insbesondere im ersten Drittel präsentierten sich die Kobras taktisch diszipliniert, zweikampfstark und auf Augenhöhe mit einem offensiv gut besetzten Gegner.

Auch die Reaktion auf den deutlichen Rückstand verdient Anerkennung. Anstatt sich ihrem Schicksal zu ergeben, zeigte die Mannschaft Charakter und machte aus einer scheinbar bereits entschiedenen Partie noch einmal eine spannende Begegnung.

Allerdings offenbarte das zweite Drittel auch, wie schnell Fehler und fehlende Ordnung gegen einen Gegner dieser Qualität bestraft werden.

Mit insgesamt 41 Torschüssen beschäftigten die RealStars die Dinslakener Defensive deutlich häufiger als umgekehrt. Die Kobras kamen auf 24 Abschlüsse. Torhüter Marko Brlic konnte sich mehrfach auszeichnen und bewahrte sein Team mit wichtigen Paraden vor weiteren Gegentreffern.

Für Trainer Andreas Schrills und seine Mannschaft gilt es nun, die positiven Phasen mitzunehmen und insbesondere an der Stabilität über die gesamte Spielzeit zu arbeiten.

Die Moral stimmt, der Kampfgeist ist vorhanden. Entscheidend wird sein, diese Qualitäten künftig über volle 60 Minuten mit der notwendigen Konzentration und Konsequenz auf das Eis zu bringen.

Genesungswünsche an die RealStars

Abseits des sportlichen Ergebnisses möchten die Dinslakener Kobras den beiden Spielern der ESV Bergisch Gladbach RealStars, die sich während der Begegnung verletzt haben, ihre besten Genesungswünsche übermitteln. Wir hoffen, dass beide schnell wieder auf die Beine kommen und schon bald gesund auf das Eis zurückkehren können. Gute Besserung aus Dinslaken!

Ein besonderer Dank gilt den 227 Zuschauern, die unsere Kobras in der Schlangengrube unterstützt haben.

EINE STADT. EIN TEAM. EINE FAMILIE.


Spielstatistik

Dinslakener Kobras – ESV Bergisch Gladbach RealStars 5:7 (1:1 / 1:4 / 3:2)

Tore Dinslakener Kobras: Kardas, Junemann, Vaskovskiy, Thum, Gatz.

Tore Bergisch Gladbach: Kindler (3), Schmidt, Bach, Wellen, Ratmann.

Torschüsse: 24:41

Strafminuten: Kobras 12 + 5 + 20 / RealStars 10

Zuschauer: 227