Die Dinslakener Kobras haben beim Auswärtsspiel bei den Ratinger Ice Aliens eine engagierte Leistung gezeigt, mussten sich am Ende aber mit 2:6 (2:3, 0:2, 0:1) geschlagen geben. Trotz des deutlichen Resultats war der Auftritt der Giftschlangen deutlich näher an einem Punktgewinn, als es das Endergebnis vermuten lässt.
Vor allem offensiv zeigten sich die Kobras mutig und aktiv. Mit 30 eigenen Abschlüssen auf das Tor des amtierenden Meisters setzten die Dinslakener immer wieder Nadelstiche, während Ratingen insgesamt 42 Schüsse verzeichnete. Entscheidend war letztlich nicht die Spielkontrolle – sondern die Effizienz.
Turbulenter Auftakt mit vielen Treffern
Die Begegnung begann unglücklich für die Gäste. Bereits früh nutzten die Ice Aliens ihre ersten Chancen und lagen nach nicht einmal zehn Minuten mit zwei Treffern vorne. Doch die Kobras antworteten prompt: Jakob Schuster verkürzte nach schöner Kombination auf 1:2 und brachte sein Team zurück in die Partie.
Zwar stellte Ratingen kurz darauf den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, doch erneut zeigte Dinslaken Moral. Nick Kardas traf nach sehenswertem Aufbau zum 2:3 und hielt die Kobras zur ersten Pause voll im Spiel.
Kobras drücken – Ratingen trifft
Nach Wiederbeginn erwischten die Hausherren erneut den besseren Moment und erhöhten auf 4:2. Doch danach waren es über weite Strecken die Kobras, die das Geschehen bestimmten. Die Dinslakener erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten, trafen einmal den Pfosten und zwangen Ratingens Keeper zu starken Paraden.
Das Tor fiel jedoch erneut auf der falschen Seite: Ein Distanzschuss brachte den Gastgebern kurz vor der zweiten Pause das 5:2 – ein bitterer Nackenschlag für eine Kobras-Phase, die deutlich mehr verdient gehabt hätte.
Kaiser mit gelungenem Einstand
Im Schlussabschnitt reagierte Trainer Max Piotrowski und brachte Neuzugang Mathis Kaiser ins Tor. Der neue Schlussmann zeigte sofort seine Klasse und hielt sein Team mit mehreren starken Aktionen im Spiel. Offensiv versuchten die Kobras weiterhin alles, doch entweder stand Linus Schwarte im Weg oder der Puck fand nicht den Weg ins Netz.
Fünf Minuten vor dem Ende sorgte Ratingen mit dem sechsten Treffer für die endgültige Entscheidung.
Piotrowski: „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider“
Trotz der Niederlage zeigte sich Kobras-Trainer Max Piotrowski nicht unzufrieden mit der Vorstellung seines Teams:
„Wir haben hier gegen einen der stärksten Gegner der Liga ein sehr ordentliches Spiel gemacht. Besonders im zweiten Drittel waren wir klar am Drücker – dort hätten wir uns belohnen müssen. Das Resultat fällt deutlich zu hoch aus.“
Auch der Einstand von Torhüter Mathis Kaiser hinterließen beim Trainer einen positiven Eindruck.
Blick nach vorn: Duell um Platz fünf
Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Kobras nicht. Bereits am Freitag um 20:15 Uhr steht das richtungsweisende Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten und tabellenfünften aus Bergisch Gladbach an. Mit einem Sieg können die Giftschlangen, die derzeit mit vier Punkten Rückstand den sechsten Platz belegen, den Abstand auf Rang fünf deutlich verkürzen und den Druck im Playoff-Rennen weiter erhöhen.
Die Mannschaft hat in Ratingen gezeigt, dass sie auch gegen die Topteams der Liga mithalten kann – jetzt gilt es, diese Leistung in Zählbares umzumünzen. 🧡🖤🐍