Kobras holen zum Jahresstart Overtime-Sieg gegen Grefrath

Die Dinslakener Kobras sind mit einem Erfolg in das neue Eishockey-Jahr gestartet – allerdings mit deutlich mehr Spannung als nötig. Im Heimspiel gegen die Grefrather EG setzte sich das Team von Trainer Max Piotrowski nach Overtime mit 4:3 (2:1, 1:1, 0:1, 1:0) durch. Vor 269 Zuschauern in der Schlangengrube sicherten sich die Giftschlangen zwei wichtige Punkte, auch wenn ein klarerer Ausgang möglich gewesen wäre.

Ein Blick auf die Statistik unterstreicht den Spielverlauf: Mit 61:24 Torschüssen bestimmten die Kobras das Geschehen fast durchgehend, ließen jedoch zu viele Chancen ungenutzt.


Traumstart durch Giannini

Besser hätte die Partie für die Kobras kaum beginnen können. Rückkehrer Matthew Giannini meldete sich bereits in der 2. Spielminute eindrucksvoll zurück und brachte Dinslaken früh in Führung. Nur 60 Sekunden später legte Edmund Junemann nach und stellte auf 2:0 – die Schlangengrube war sofort da.

Grefrath ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kam früh zum Anschluss. Trotz klarer Feldüberlegenheit der Kobras blieb das Spiel offen, weil weitere gute Möglichkeiten ungenutzt blieben.


3:1 – und doch keine Vorentscheidung

Auch nach der ersten Pause ging es zunächst nur in eine Richtung. Giannini traf kurz nach Wiederbeginn auf Zuspiel von Dennis Mensch und Peter Kovacs erneut und erhöhte auf 3:1. Die Partie schien zu diesem Zeitpunkt unter Kontrolle – doch Grefrath kam zurück.

Zwei Überzahlsituationen nutzten die Gäste konsequent aus, zunächst zum 2:3 im zweiten Drittel und kurz vor Schluss zum 3:3. Trotz weiterer klarer Chancen wollte der entscheidende Treffer in der regulären Spielzeit nicht mehr fallen.


Junemann entscheidet die Verlängerung

In der Overtime behielten die Kobras dann doch die Nerven. Nach vier Minuten setzte Edmund Junemann den Schlusspunkt und verwertete eine Vorlage von Lars Nemec und Giannini zum vielumjubelten Siegtreffer.


Piotrowski: „Wir müssen früher den Deckel draufmachen“

Trainer Max Piotrowski sah trotz des Sieges noch viel Luft nach oben:

„Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert, uns aber selbst das Leben schwer gemacht. Wenn man so viele Chancen hat, muss man früher für klare Verhältnisse sorgen. Positiv ist, dass Matthew sofort wieder gezeigt hat, wie wichtig er für uns ist.“


Nächste Aufgabe in Ratingen

Lange Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am heutigen Sonntag wartet mit den Ratinger Ice Aliens der amtierende Meister und Tabellenzweite. Am Sandbach wollen die Kobras an ihre starke Leistung anknüpfen – diesmal aber mit besserer Chancenverwertung.


Statistik

Tore Kobras: Giannini (2), Junemann (2)
Tore Grefrath: Lüdke, Haazen, Siebenmorgen

Strafminuten: Kobras 11, Grefrath 8
Zuschauer: 269