Kobras müssen sich starken Eisadlern deutlich geschlagen geben

Nach zwei Siegen in Folge mussten die Dinslakener Kobras am Sonntagabend einen Rückschlag hinnehmen. Gegen die favorisierten Eisadler Dortmund unterlag die Mannschaft von Trainer Andreas Schrills vor 246 Zuschauern in der heimischen Schlangengrube mit 1:8 (0:2, 0:1, 1:5). Dabei konnten die Kobras über weite Strecken der ersten beiden Drittel defensiv dagegenhalten, ehe im Schlussabschnitt die Kräfte nachließen und die Gäste das Ergebnis deutlich in die Höhe schraubten.

Dortmund von Beginn an spielbestimmend

Bereits vor der Begegnung war klar, dass mit den Eisadlern Dortmund einer der Meisterschaftsanwärter der Regionalliga West in Dinslaken zu Gast sein würde. Entsprechend konzentriert wollten die Kobras in der Defensive auftreten und dem spielstarken Gegner möglichst wenig Raum lassen.

Die Gäste übernahmen erwartungsgemäß früh die Initiative und setzten die Dinslakener Defensive unter Druck. In der neunten Spielminute brachte Christopher Seto die Eisadler mit 1:0 in Führung.

Die Kobras versuchten, mit einer kompakten Defensivarbeit dagegenzuhalten und bei eigenen Vorstößen für Entlastung zu sorgen. Allerdings gelang es nur selten, sich längere Zeit im gegnerischen Drittel festzusetzen.

In der 17. Minute nutzte Dortmund eine Überzahlsituation zum zweiten Treffer. Ivan Chukarov erhöhte auf 2:0 und sorgte damit für den Pausenstand nach dem ersten Drittel.

Kobras halten die Partie zunächst offen

Auch im Mittelabschnitt bestimmten die Eisadler über weite Strecken das Geschehen. Die Kobras mussten viel Defensivarbeit verrichten, konnten den Rückstand aber zunächst in Grenzen halten.

Immer wieder gelang es den Hausherren, Dortmunder Angriffe zu unterbinden und selbst gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. Allerdings fehlte bei den eigenen Torchancen die letzte Konsequenz im Abschluss.

Gerade in dieser Phase wäre ein Anschlusstreffer wichtig gewesen, um die Begegnung wieder offener zu gestalten.

Stattdessen schlugen die Gäste in der 36. Minute erneut zu. Christopher Seto traf in Überzahl zum 3:0 für Dortmund.

Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Drittelpause. Trotz der spielerischen Überlegenheit der Eisadler hatten die Kobras bis dahin zumindest defensiv über längere Phasen ordentlich dagegengehalten.

Auch Trainer Andreas Schrills sah in den ersten beiden Dritteln durchaus positive Ansätze. Aus seiner Sicht hatte die Mannschaft ihre Aufgaben in der eigenen Zone zunächst weitgehend erfüllt. Gleichzeitig bemängelte er die ausgelassenen Möglichkeiten im Angriff. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte sich die Partie zwischenzeitlich durchaus enger gestalten können.

Im Schlussdrittel schwinden die Kräfte

Was sich die Kobras für die letzten 20 Minuten vorgenommen hatten, ließ sich auf dem Eis allerdings nicht mehr umsetzen.

In der 43. Minute erhöhte Corvin Rosenthal auf 4:0 für die Gäste. Mit zunehmender Spielzeit machte sich bei den Dinslakenern der hohe Aufwand in der Defensive bemerkbar.

Die Eisadler nutzten die nachlassenden Kräfte und die entstehenden Räume konsequent aus. Wladislav Kronhardt traf in der 49. Minute zum 5:0, ehe Kristian Kragh drei Minuten später den sechsten Dortmunder Treffer folgen ließ.

In der 56. Minute war es erneut Kronhardt, der auf 7:0 erhöhte.

Damit war die Begegnung längst entschieden. Dennoch wollten sich die Kobras nicht ohne eigenen Treffer aus der Partie verabschieden.

Edmund Junemann erzielt den Ehrentreffer

In der 57. Spielminute durften die Dinslakener Zuschauer schließlich doch noch jubeln.

Edmund Junemann erzielte nach Vorarbeit von Felix Brechlin und Lars Nemec den Treffer zum 1:7.

Allerdings dauerte es lediglich 39 Sekunden, bis Dortmund erneut erfolgreich war. Anton Götz stellte mit dem 8:1 den Endstand her.

Am Ende stand damit eine deutliche Heimniederlage, die insbesondere durch die fünf Gegentore im Schlussabschnitt höher ausfiel, als es der Spielverlauf während der ersten 40 Minuten zunächst vermuten ließ.

Andreas Schrills sieht Defizite bei Kondition und Chancenverwertung

Nach der Begegnung zeigte sich Trainer Andreas Schrills insbesondere mit dem letzten Drittel unzufrieden.

Seine Mannschaft habe zunächst versucht, die erwartete Dortmunder Überlegenheit durch konzentrierte Defensivarbeit auszugleichen. Mit zunehmender Spielzeit sei es jedoch immer schwieriger geworden, das hohe Tempo und den Druck der Gäste mitzugehen.

Vor allem im Schlussabschnitt habe der Mannschaft schließlich die notwendige Kraft gefehlt, um weiterhin konsequent dagegenzuhalten.

Gleichzeitig sah Schrills auch in der Offensive Verbesserungsbedarf. Die wenigen Möglichkeiten, die sich gegen einen Gegner dieser Qualität bieten, müssten konsequenter genutzt werden.

Dabei wollte der Kobras-Trainer die Leistung der Gäste keineswegs schmälern. Dortmund habe seine spielerische Klasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt und sich zahlreiche weitere Torchancen erarbeitet.

Die Torschussstatistik verdeutlicht die Überlegenheit der Eisadler: 46:18 Torschüsse standen nach 60 Minuten zugunsten der Dortmunder zu Buche.

Nun gilt es, die Niederlage gemeinsam aufzuarbeiten, im Training an den erkannten Schwachstellen zu arbeiten und den Blick auf die kommenden Aufgaben zu richten.

Ein herzliches Dankeschön gilt den 246 Zuschauern, die unsere Mannschaft am Sonntagabend in der Schlangengrube unterstützt haben!

 

Spielstatistik

Dinslakener Kobras – Eisadler Dortmund 1:8 (0:2, 0:1, 1:5)

Tore:

Dinslakener Kobras: Junemann

Eisadler Dortmund: Seto (2), Kronhardt (2), Chukarov, Rosenthal, Kragh, Götz

Zuschauer: 246

 

Eine Stadt. Ein Team. Eine Familie. 🧡🖤🐍