Kobras zeigen große Moral und holen Heimsieg im Penaltykrimi

Die Dinslakener Kobras haben am Freitagabend eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lassen. Vor heimischer Kulisse setzten sich die Giftschlangen in der Eishockey-Regionalliga nach Penaltyschießen mit 4:3 (1:0/0:3/2:0/0:0/1:0) gegen die Grizzlys Bergkamen durch. Nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand kämpfte sich das Team zurück und belohnte sich am Ende für eine starke Willensleistung.

Trotz eines deutlichen Chancenplus für die Gäste – Bergkamen gab insgesamt deutlich mehr Torschüsse ab – zeigten die Kobras enorme Effizienz und mentale Stärke in einer intensiven, körperbetonten Partie.

Frühe Führung für Dinslaken

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren. Die Kobras agierten konzentriert, standen defensiv stabil und setzten immer wieder Nadelstiche nach vorne. In der 12. Spielminute nutzte Matthew Giannini eine dieser Gelegenheiten eiskalt und brachte Dinslaken nach Zuspiel von Nick Kardas und Michal Cychowski mit 1:0 in Führung.

Im weiteren Verlauf des ersten Drittels steigerten die Grizzlys jedoch den Druck und drängten die Kobras zunehmend in die eigene Zone.

Zweites Drittel ging klar an die Gäste

Nach der Pause kippte das Spiel zugunsten der Gäste. Bergkamen nutzte seine körperliche Präsenz konsequenter aus und kam zu mehreren Treffern. Zunächst glich Jakub Vesely aus, ehe er kurz darauf erneut zuschlug und die Führung für die Grizzlys erzielte. Als Till Schäfer wenig später auf 3:1 erhöhte, schien das Momentum klar auf Seiten der Gäste zu liegen.

In dieser Phase hatten die Kobras Mühe, sich aus dem Dauerdruck zu befreien, hielten den Rückstand jedoch mit großem Einsatz in Grenzen.

Kobras kommen zurück und erzwingen die Verlängerung

Im Schlussdrittel zeigte Dinslaken dann sein anderes Gesicht. Mit mehr Tempo, besserem Puckbesitz und hoher Laufbereitschaft erarbeiteten sich die Kobras wieder Vorteile. Michal Cychowski verkürzte nach Vorarbeit von Giannini und Kardas auf 2:3 und brachte die Halle zurück ins Spiel.

Der verdiente Ausgleich folgte wenig später: Nicolas Herringer traf nach Zuspiel von Lars Nemec und erneut Giannini zum 3:3. Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten blieb es nach 60 Minuten bei diesem Spielstand.

Entscheidung fällt vom Punkt

Auch in der Overtime begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, ohne den entscheidenden Treffer zu erzielen. Im anschließenden Penaltyschießen war zunächst Geduld gefragt, da die ersten Versuche ungenutzt blieben. Schließlich behielt Michal Cychowski die Nerven und verwandelte entscheidend, während Bergkamen leer ausging – der umjubelte Heimsieg war perfekt.

Trainer lobt Geduld und Spielanlage

Kobras-Trainer Max Piotrowski zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft:
„Bergkamen war körperlich sehr präsent und hatte dadurch mehr Abschlüsse. Wir haben dagegen spielerisch überzeugt und sind ruhig geblieben. Die Mannschaft hatte Geduld und hat sich am Ende verdient belohnt.“

Personelle Herausforderungen gemeistert

Die Kobras mussten im Vorfeld erneut Ausfälle verkraften und griffen daher auch auf Spieler aus der zweiten Mannschaft zurück. Mike Reichl und Felix Brechlin fügten sich nahtlos ein und trugen ihren Teil zum Erfolg bei.

Blick nach vorne

In der Tabelle festigt Dinslaken damit den sechsten Platz. Sollte es am kommenden Wochenende nicht noch zu irgendwelchen überraschenden Ergebnissen kommen, sollte das auch die Endplatzierung der Kobras nach der Hauptrunde sein. Bevor es aber ab dem 13.02. in die Playoffs geht, erwarten die Kobras am kommenden Freitag um 20:15 Uhr noch die Black Tigers Moers zum Kreisstadtderby.

Statistik
Tore Kobras: Giannini, Cychowski (2), Herringer
Tore Bergkamen: Vesely (2), T.Schäfer
Strafminuten: Kobras 4 – Bergkamen 2
Zuschauer: 219